Mittwoch bis Montag, 8. bis 13. Juli 2026: Einmal um die Insel Saaremaa
Auf den Wetterbericht kann man sich hier bestenfalls für einen bis zwei Tage verlassen – und dann hat man je nach „Anbieter“ noch mehrere Varianten zur Auswahl. Aber auch wenn wir uns das beste Wetter aussuchen: Heute wird es viel Regen geben und Morgen vermutlich auch. Also beschließen wir, die regnerischen Tage in der Stadt zu verbringen.
Teil 1: Kuressaare
Kuressaare ist der Hauptort der Insel Saaremaa, die über einen Steindamm (Baujahr 1895) mit Muhu verbunden ist. Saaremaa, wie auch die Nachbarinseln, ist überhaupt erst nach der letzten Eiszeit durch die Landhebung wie ein Knödel aus dem Kochwasser an die Oberfläche gestiegen, vorher drückten die mächtigen Eisschichten die Landmassen in den Erdmantel. Das haben wir ausführlich an der Högaküsten in Schweden gelernt. Früher hieß die Insel Ösel und war ob ihrer strategisch wichtigen Lage vor der Rigaer Bucht zu jeder Zeit eine Spielwiese für jeden ambitionierten Herrscher.

Vorher entern wir die Muhu panarid, die Bäckerei in Liiva, und decken uns für’s Frühstück mit Franzbrötchen ein – kaneelirulls heißen die hier, sie sind noch warm, ganz frisch aus dem Ofen 😋 und duften herrlich ☺️.


Dann geht’s über den Damm nach Saaremaa.

Nach ein paar Kilometern halten wir an einer sehr spannenden Stelle an und besichtigen eine der größten Sehenswürdigkeiten Saaremaas.
Es war vor rund 4.000 Jahren, als ein außerirdischer Besucher auf Saaremaa ankam – und zwar mit überhöhter Geschwindigkeit: Ein Meteorit! Wie groß er war, lässt sich nicht genau bestimmen – die Schätzungen liegen zwischen 400 und 10.000 to, kurzum, ma waas es net. Das Trumm zerlegte sich und verglühte größtenteils in der Erdatmosphäre, das muss ein wahres Himmelsspektakel gewesen sein, das jede Mainzer Drohnenshow zur Farce degradiert hat (was sie aus meiner Sicht sowieso ist 😜).
Der größte Brocken (und ein paar kleinere) kam durch und man kann berechnen, dass er mit einem Gewicht von 20 bis 80 to und einer Geschwindigkeit von 10 – 20 km/s auf der Erde aufschlug. Das ist, wie wenn ein sehr schwerer LKW (40-Tonner + Ladung) mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit von 36.000 km/h gegen die Wand fährt*. Diese immense kinetische Energie musste im Bruchteil einer Sekunde in eine andere Energieform umgewandelt werden (den 1. Hauptsatz der Thermodynamik gab’s auch schon 2.000 v.d.Z.) und da blieb nur eine Möglichkeit: Wärme. Sehr viel Wärme in sehr kurzer Zeit – sprich, der Brocken explodierte und wurde vaporisiert. Der Aufprall und die Druckwelle der Explosion zertrümmerten das umliegende Gestein und schufen einen Explosionskrater von ca. 100 Metern Durchmesser und 22 Metern Tiefe. *manchmal werden Einschlag und Explosion auch mit der Hiroshima-Bombe verglichen
Und da geh’n wir jetzt hin!





Man bekommt schon einen Eindruck davon, wie das hier damals gerummst haben muss – auch wenn es heute sehr friedlich ausschaut.

Im Besucherzentrum ⬆️ zeigt eine schöne und sehr informative Ausstellung ⬇️ alles Wissenswerte rund um die Krater von Kaali.

Wenn auch der Hauptkrater die Besucher-Attraktion ist, so haben die Wissenschaftler in den kleineren Kratern (es gibt deren 8) mehr Informationen über die Zusammensetzung des himmlischen Eindringlings erhalten können, denn mangels Masse und mit geringerer Aufprallenergie sind hier Bruchstücke des Meteoriten erhalten geblieben. Das größte wiegt gerade mal knapp 30 Gramm, und ist ein unscheinbares kleines Eisenbröckchen (unten links im Bild).
Nachschlag: Vor ein paar Monaten im Frühjahr 2026 fanden polnische Forscher und Meteoritensucher mit hochentwickelten Detektoren weitere Fragmente und zwar die bisher weitaus größten: das schwerste wiegt stolze 40 kg.
Die Polen haben die Fundstücke übrigens auf online-Plattformen zu Geld gemacht, legal, denn sie hatten außerhalb der Kern-Schutzzonen gesucht und Meteoriten galten bis dato weder als herkömmliche Bodenschätze noch als von Menschen gemachte antike Kunstwerke. Das hat die Forderung nach einem strengeren Gesetz zum Schutz solcher Funde aufgebracht, was die estnische Regierung auch sofort umgesetzt hat.

Übrigens weiß man erst seit knapp 100 Jahren, dass es sich um einen Meteoritenkrater handelt, vorher waren einige andere Hypothesen im Umlauf: Vulkankrater, Karsthöhlen, Salzdome und Wallburgen waren im Angebot.
Nach so viel Eisen und Steinen noch eine botanische Schönheit, die Türkenbundlilie. Geradezu unanständig sexy, wie sie sich da zur Befruchtung anbiedert 😂. Das machen übrigens meist Nachtfalter, die ähnlich wie Kolibris im Flug vor der Blüte stillstehen können und mit ihrem langen Rüssel an den Nektar gelangen können. Für eine gemütliche Landeplattform hat die Blüte nämlich nicht gesorgt.

Wir fahren weiter nach Kuressaare zu einem sehr netten familiären Platz im Garten eines super freundlichen alten Ehepaare (er spricht sogar etwas deutsch).


Als „Pausenfüller“ vor dem Feierabend besuchen wir das Saare KEK -Museum, in einem (immer noch) avantgardistische Gebäude aus der späten Sowjetzeit (1982). Es war ein Behördenbau, das Kolchos-Baubüro, das Bau- und Instandhaltungsarbeiten für die Kolchosen sowie den Wohnungsbau für die Landbevölkerung organisierte. Das Gebäude ist eines der herausragendsten Beispiele russischer konstruktivistischer Architektur in ganz Europa! Mangels eigener Expertise glauben wir das mal!

Wir sind aber nicht wegen der Architektur gekommen, sondern wegen der Ausstellung „Zeitreise in den sowjetischen Alltag“.
Es geht um die 70er und 80er Jahre, die mit Ausstellungsstücken und vor allem mit sehr lebendigen und ironischen Schilderungen präsentiert werden.
Es fängt schon gleich damit an, dass wir einen original russischen Getränkeautomaten benutzen dürfen – genau so einen hatten wir schon in Kaunas gesehen, aber dieser hier ist in Betrieb!
Er ist – echt kommunistisch – mit einem einzigen Glas bestückt, das vor der Befüllung gespült wird: Glas rechts auf den Kopf stellen und runterdrücken, dann sprudelt Wasser rein. Dann das Glas rumdrehen und links unterstellen, gegen Einwurf einer Kopeke (wird uns gestellt 🤣) tröppelt dann eine Art dünne Limonade aus dem Automaten ins Glas. Wasser mit etwas Sirup, erklärt uns die nette Schülerin, die Kasse und Empfang managt. Wir hoffen, es ist nicht das Spülwasser, trinken aber brav aus 😅.

Neben der Rotlichtbar ist das gelbe Auto der Blickfang im Erdgeschoss – Marke Eigenbau aus Plastik. Wie in der DDR musste man sich für den Kauf eines Autos bewerben und oft jahrelang warten. Somit waren gebrauchte Autos oft teurer als neue, weil man die Warteschlange umgehen konnte (ähnlich wie WoMos während und kurz nach Corona). Wer konnte, baute sich einen solchen gelben Flitzer, aber das war sicherlich die Ausnahme.
Ein weiter Flitzer steht im 2. Stock (also für uns im 1., aber in LIT/LAT/EST wird das EG als 1. Stock gezählt. Hat uns schon ein paar mal verwirrt, ist aber eigentlich recht sinnig).

Es geht dann durch alle Belange des täglichen Lebens und das ist eine immerwährende Geschichte von Schönfärberei seitens der Obrigkeit und einfallsreicher Mangelverwaltung bei den Bürgern. Und Mangel herrschte überall – bei Kleidung (muss man selbst nähen, wenn man Stoff kriegt), bei Kosmetik (Haarspray wird dann mal aus Möbelpolitur gemixt) und natürlich bei Lebensmitteln (es wird gehamstert und konserviert was das Zeug hält).
In den Kauplus-Läden gab es theoretisch alles, praktisch nur wenige und minderwertige Sachen, wie wässrige Dosentomaten oder Tütensuppen. Und meistens war das Ganze rationiert.

Um an Lebensmittel oder andere Güter zu gelangen musste man vor allem eines tun: Schlange stehen! Sah man auf der Straße eine Menschenschlange, stelle man sich an – egal wofür. Eine Schlange bedeutete, es gab etwas, was es sonst nicht oder nicht ausreichend gab. Und das wollte man haben. Es wurde alles gehamstert, was man kriegen und bezahlen konnte, solange es denn überhaupt etwas gab. Ähnlichkeiten mit Klopapier und Nudeln während Corona sind rein zufällig!
Selten erhältliche Lebensmittel avancierten zu einer Nebenwährung, wertvoller als der Rubel und inflationsfest. Geräucherte Wurst zum Beispiel, hatten viele einfache Leute höchstens ein paar mal im Leben gegessen. Ein geräuchertes Würstel konnte dir eine Tankfüllung und einen kompletten Checkup in der Autowerkstatt verschaffen. Gegen eine Tafel Schokolade und ein Marzipanfigürchen verschwanden die Aufzeichnungen eines Psychiatriepatienten aus der Akte. Eine gängige Währung für Jedermann waren Wiener Würstchen, sie wurden kiloweise getauscht gegen alle möglichen Waren, sei es Stoff, ein Waschbecken oder Slalomski. Man konnte auch die Miete damit zahlen. Wodka war gängige Währung bei den Traktorfahrern der Kolchosen, sie arbeiteten fast nur gegen Schnaps und einen nüchtern anzutreffen, grenzte an ein Wunder.

Ganz oben auf der Liste der Mangelware standen Bananen. Sie hatten jedoch keinen Tauschwert, ganz einfach, weil es sie schlichtweg nicht gab, sie waren legendär wie das Monster von Loch Ness oder das Gold der Inka. Die meisten Sowjet- Bürger hatten nie eine Banane leibhaftig zu Gesicht bekommen. Nach der Grenzöffnung war daher der Andrang im Supermarkt bei den krummen gelben Dingern am allergrößten – oft zur Verwunderung der West’ler.
Bei den ausgestellten Gegenständen und Räumen finde ich den Unterschied gar nicht mal so gewaltig, ich denke, ein Wohnzimmer in den siebziger Jahren sah bei vielen westdeutschen Arbeiterfamilien auch nicht viel anders aus.




Interessant wird es beim Fernsehen. In Estland stand das finnische Fernsehen hoch im Kurs, doch musste man seinen Apparat aufrüsten, um Bild und Ton aus dem Nachbarland empfangen zu können (SECAM/PAL). Wohl dem der einen Bastler oder Elektroingenieur kannte, der einen „finnischen Block“ bauen und einbauen konnte, um das Gerät kompatibel zu machen. Um diese Bauteile entstand ein riesiger Schwarzmarkt!
Wirklich skurril wird es mit der Marke Eigenbau bei motorgetriebenen Gerätschaften. Hier entpuppte sich der Kettensägenmotor der Marke Druzhba (Freundschaft) als wahrer Alleskönner: Mit ein paar Werkteilen und Rädern entstanden Außenbordmotoren, Rasenmäher und Gocarts und aus einem Kinderfahrrad ein Moped.

Witzig sind auch die Ausführungen zu Restaurants. Ein schicker Restaurantbesuch war für viele kaum erschwinglich, es war wie ein Ausflug in eine andere Welt mit feinem Leinen, schwerem Silberbesteck und edlem Porzellan. Doch dann machten einem die Kellner das Leben schwer, benahmen sich wie Könige und waren extrem unhöflich zu den Gästen – natürlich nur zu den einfachen Leuten, die sich nicht wehren konnten.

Sehr anrührend und fast poetisch finde ich die Geschichte im letzten Raum der Ausstellung:

Die Menschen in der DDR haben ja im Grunde das Gleiche erlebt wie die Litauer, Letten und Esten. Auch aus Ostdeutschland kennen wir die Geschichten vom Mangel, vom Schwarzmarkt, vom Tauschhandel. Aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Menschen des Baltikums ihre Vergangenheit anders bewältigt haben, als viele Ostdeutsche. Hier gibt es keine „Ostalgie“ und erst recht kein Verständnis für Russland, es gibt eine tiefe Dankbarkeit und auch einen Stolz für die gewonnene bzw. friedlich erkämpfte Freiheit und das wird auch überall thematisiert und nicht als selbstverständlich hingenommen. Vielleicht verkläre ich das jetzt, aber ich finde, die Balten machen das sehr, sehr gut und eine AfD der Alles-schlecht-Reder und Russlandversteher hätte hier keine Chance.
Nach diesen philosophischen Abhandlungen nochmal kurz zurück zum Gebäude: Es wurde umfassend saniert und wird heute – neben dem Museum – für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt. Im Retro-Ambiente im EG finden vor allem Jazzkonzerte statt. Und oben kann man Escape-Rooms bespielen.


Die Lobby ist übrigens über alle zwei (drei 🤭) Stockwerke nach oben offen. So sähe das aus, wenn die Sonne schiene (es lebe der Konjunktiv). Statt dessen geht während unseres Besuchs ein opulenter Regenguss nieder. Gutes timing!
Am Donnerstag morgen ist das timing nicht ganz so gut und wir kriegen dann doch einen Regenschutt ab, das war dann aber auch der letzte für heute, denn zum Mittag klart es auf! Unseren animals of the day gefällt das nasse Wetter ganz gut, zu Hunderten versammeln sie sich im nassen Gras und kriechen über den Radweg. Man gut, dass keine Franzosen in der Nähe sind, das wäre für die ein gefundenes Fressen – im wahrsten Sinn des Wortes.
Heute steht eine der großen kulturellen Sehenswürdigkeiten Estlands an, Schloss Arensburg, heute besser bekannt als die Bischofsburg von Kuressaare. Obwohl selbst von eher schlichtem Grundriss, liegt sie doch wie ein Juwel am Rand der Stadt, eingefasst von grünen Bastionen und einem tiefblauen Wassergraben.

Die Burg stammt aus der Zeit um 1350 und geht – einmal mehr – auf den Deutschen Orden zurück. Wie so oft im Baltikum, waren auch auf der Insel Ösel (alter deutscher Name von Saaremaa) die Bewohner keineswegs kooperativ, wenn es um die missionarischen Bemühungen fremder Eindringlinge ging. Da musste schon eine massive Burganlage her, um Kontrolle über die Insulaner zu erlangen.

Bis zur Reformation residierten hier die deutschstämmigen Bischöfe, dann wurde das Bistum aufgelöst. Insel und Burg kamen erst unter dänische Herrschaft, 1645 unter schwedische und 1721 unter russische. Für die Verwaltung, das Gerichtswesen und das Militär griff man aber weiterhin auf die Dienste des inzwischen alteingesessenen deutsch-baltischen Adels zurück, weshalb einem ständig deutsche Namen und Inschriften begegnen.
Vor allem die Schweden ließen die Verteidigungsanlagen der Burg erweitern und verbessern, und hielten sich dabei an den Stil des französischen Festungsbaumeisters Sébastien Le Prestre de Vauban: Bastionen, Kurtinen, Ravelins, Wälle und ein Wassergraben. Diese sind auch heute noch weitgehend intakt

Von Martin Jakobson (postkaardi autor) – Saaremaa Muuseum SM F 3761:245 F, Gemeinfrei,
Im Zarenreich verlor die Burg ihre militärische Bedeutung, blieb allerdings als Verwaltungssitz erhalten. Unter sowjetischer Besatzung im und nach dem 2. WK diente sie zeitweise als Gefängnis. Heute beherbergt sie das Museum von Sareemaa mit Ausstellungen zur Geschichte der Burg, der Insel und des Landes. Aber der eigentliche Star, ist die Burg selbst.
Die Burg ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Befestigungsanlagen des gesamten Baltikums. Die Anlage wurde nie zerstört, nie geschleift und musste nur restauriert werden. Damit begann man schon 1905, auch unter den Sowjets in den 1960er Jahren und ab 1991.
Nun aber rein mit uns in die gute Stube, duch den Torweg in den äußeren Burghof.



Der recht kleine Innenhof (ca. 11 x 11 Meter) ist ringsum von den mächtigen Kalksteinmauern des Konventsgebäudes umgeben.

Im Inneren es Schlosses ist es eigentlich übersichtlich, trotzdem verlaufen wir uns in den labyrinthartigen Gängen, die immer mal wieder abzweigen, in einen Nebenraum führen, zu einem Verlies, Brunnenschacht oder Geheimraum.
Der schaurig-schöne Ritter in seinem Verlies dient aber eher der Belustigung und ersetzt das obligatorische Schlossgespenst oder die Weiße Frau (die gab’s hier nicht wegen Zölibat 😂)




Es lebten wohl so um die 100 Personen auf der Burg, der Bischof mit seinem Stab, ein paar Dutzend Soldaten und viele Bedienstete.
Geheizt wurde übrigens mit einem abgewandelten Hypokaustum – im Keller wurden Steine über Feuer erhitzt und die Wärme über Klappen in die darüber liegenden Räume geleitet. Geheizt wurden so aber nur die Räume des Bischofs und das Refektorium. Der rest musste, wenn überhaupt, mit offenen Kaminen vorlieb nehmen.

Das Altarbild der Kapelle wurde im Zuge der Reformation entfernt, kam aber wieder zurück in den Bestand der Burg. Es zeigt die verbeitete Darstellung der Krönung der Jungfrau Maria durch die Dreifaltigkeit. Gottvater rechts, Sohn links, Heiliger Geist abgängig – die Taube die ihn klassischerweise darstellt ist entfleucht.


Wir „arbeiten“ uns dann relativ rasch durch die oberen Stockwerke des Turms, hier sind Ausstellungen zum 19. und 20. Jahrhundert, zur Sowjetzeit und zur Unabhängigkeit Estlands zu sehen. Sehr spannend sind die sarkastischen Witze, die auf den Treppenstufen zu lesen sind (immer erst die untere Stufe, dann die darüber): Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll.
Ganz oben im 7. Stockwerk des Wehrturms erreichen wir schließlich das Burgcafé! Zu Kartoffelsalat und bleifreiem Bier gibt’s Aussicht gratis dazu und auf dem Rückweg drehen wir noch eine Runde über den Wehrgang.



Damit nicht genug, umrunden wir noch die ganze Burg auf dem Festungswall, von wo aus sich weitere schöne Blicke eröffnen.


Von hier aus hat man auch eine prima Sicht auf den Kuursaal. Der stammt aus dem Jahr 1889 und beherbergte ein Restaurant, Gästezimmer und ein Sommertheater für die Kurgäste.

Besonders entzückend ist das private Anwesen auf einer der Inseln im Festungsgraben, das man geradewegs nach Disneyland verfrachten könnte. Eines der entzückendsten Holzhäuser, die wir überhaupt gesehen haben und an Holzhäusern herrscht fürwahr kein Mangel!


Nachdem wir die Bischofsburg ausführlich abgehandelt haben, kümmern wir uns um einen (den einzigen) Cache des Orts, der sich mit Streetart befasst. Eigentlich ein spannendes Thema, aber Streetart ist vergänglich, der Cache schon älter und das meiste verblichen oder gar ganz wech. Immerhin kann ich mit den vier Motiven hier die erste Diashow dieses Blogs vorstellen:
Dann schauen wir uns ein wenig in der netten Altstadt von Kuressaare um, das geht auch im Sitzen, vom Café Söstar auf dem Marktplatz aus 😂, wo wir ein alkoholhaltiges Kaltgetränk zu uns nehmen (wenn die Sonne erst untergeht, wenn wir ins Bett gehen, muss man den Sundowner zeitlich vorverlegen!)

Und weil’s so nett ist, gleich noch eine Slideshow, diesmal automatisch!

Ein sehr charmantes Städtchen mal wieder, mit einer lebhaften aber gemütlichen Innenstadt, vielen netten Restaurants und Bars und entspannten Menschen.
Wir drehen noch eine Runde mit dem Fahrrad, gehen dann in einer netten Bar am Schlossgraben essen (leider drinnen, weil es doch inzwischen bedeckt und arg frisch ist) und klappen dann den Deckel über dem Tag zu.


















