Dienstag, 20. bis Freitag 23. Oktober: Zwischen Fachwerk und Grünsandstein
Hätte mich jemand vor vier Wochen gefragt, wo Soest liegt und was es damit auf sich hat – ich hätte es nicht gewusst. Immerhin war mir bekannt, dass es Soost ausgesprochen wird und nicht Söst, denn das „e“ wird (ebenso wie das „i“) in den Niederlanden und im Rheinland gelegentlich als Dehnungslaut eingesetzt: Soest, Coesfeld, Itzehoe, Straehlen, Grevenbroich, Voigt sind Beispiele.
Soest hat einen sehr kommoden Stellplatz unmittelbar in Altstadtnähe (was man so nah nennt – einmal durch sind es dann doch 1,5 Kilometer), kostet 25 Euro, gehört zum Motel One und hat alles was das Herz begehrt, sogar Duschen! Auch hier war es wieder ratsam, nicht um 18 Uhr anzukommen, da war er nämlich proppenvoll!

Auf der Karte präsentiert sich das Zentrum des 50.000-Einwohner-Städtchens im Mittelalter-Format: Ein Dom im Zentrum, sehr viele Kirchen, ein beliebig wirkendes Gewirr von Straßen und drumherum fast kreisrund durch eine Stadtmauer geschützt.
Die ist hier sogar doppelt mit einem (Wasser)Graben in der Mitte, der Gräfte, die heute ein schöner Spazierweg ist. Mit knapp drei Kilometern Länge ist der Soester Stadtwall die längste noch erhaltene mittelalterliche Wallmauer Deutschlands! Von den ehemals 10 Toren und 30 Türmen ist leider nur jeweils eines/einer erhalten.

Diese opulente Ummauerung lässt schon erahnen, dass die Stadt im Mittelalter eine bedeutende Stellung hatte. Und in der Tat war Soest im Mittelalter eine Großstadt und hatte noch 1843 mit 8.750 Einwohnern mehr Einwohner als Dortmund (7.650) Essen und Duisburg!
Die Bedeutung von Soest hat – wie könnte es anders sein – mehrere Gründe: Zum einen sind da Quellen, die den Ort mit sauberem Wasser versorgen. Es gibt in der Nähe auch Solequellen, aus denen man wertvolles Salz gewonnen hat, außerdem Eisenerz und Kohle in der Nachbarschaft und fruchtbares Ackerland obendrein. Zu guter Letzt liegt Soest an einer der wichtigsten und ältesten Fernstraßen, dem Westfälischen Hellweg.
Kein Wunder also, dass in karolingischer Zeit hier der erste Dom (als Stützpunkt zur Missionierung der Sachsen) errichtet wurde, um den sich die Stadt als vila sosat entwickelt hat. Und diese Entwicklung ging ziemlich rasant und machte Soest sogar zu einer der bedeutendsten Hansestädte Europas.

Ein weiterer Exportartikel war das Soester Stadtrecht, auch wieder ein Superlativ: es ist das erste im deutschen Raum nachweislich aufgezeichnete Stadtrecht. Und zwar geschrieben – wie üblich – nicht auf Papier (gab es nicht), sondern auf gegerbtem Rindsleder, auf einer Kuhhaut. Sie war auch das Strafgesetzbuch – hatte man mehr verbrochen als dort genannt war, so gingen die Missetaten auf keine Kuhhaut.

Für geringfügige Delikte gab es in Soest neben dem allerorten verbreiteten Anprangern eine besondere Strafe, das Wippen: Der kahlgeschorene Übeltäter wurde mittels einer Wippe in den großen Teich befördert und musste sich unter dem Gespött der Zuschauer ans Ufer retten.
Der Brauch wird heute noch beim Schützenfest symbolisch zelebriert.
Abb. aus: Wolfgang Schild –- Die Geschichte der Gerichtsbarkeit, München: Verlag Georg D. W. Callwey. Lizenz für: Nikol Verlagsgesellschaft mbH. Hamburg 1997 ISBN 3-930656-74-4 S. 196, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6099346


Das Soester Stadtrecht wurde für den ganzen Ostseeraum vorbildlich, denn Soester Kaufleute waren die Mitgründer der mächtigsten Hansestadt Lübeck und das lübische Recht ist aus dem Soester Stadtrecht entstanden.
So wohlhabend Soest auch war, es unterstand dem Kölner Erzbischof und musste ihm Steuern und Abgaben zahlen. Das war vielen ein Dorn im Auge, man wollte unabhängig sein. Das versprach den Soestern 1444 Herzog Johann von Kleve. 5 Jahre lang kämpfte man in der Soester Fehde um die Stadt, bis 1449 der Herzog gewann. Frei war Soest nun, doch auch ringsum von kurkölnischem Gebiet umgeben. Sobald ein Händler die Stadt nach Süden oder Westen verließ, stieß er auf die Grenze zu Kurköln und musste sehr hohe Zölle zahlen. Das ruinierte die Handelsstadt Soest und sie wandelte sich mehr und mehr zu einer Ackerbürgerstadt (schönen Gruß an einen gewissen Donald T.). Die Kaufleute zogen weg, die Häuser verfielen und wurden abgerissen, aus den Steinen baute man Grünsandsteinmauern als Grundstücksgrenzen um die Häuser und Gärten der Altstadt.



Überall in Soest findet man diese Mauern als Grundstücksumfriedung. Immer sind sie oben abgerundet, so fließt Regen oder Tauwasser ab und dringt nicht in die Mauer ein.
Und immer sind sie aus Grünsandstein gebaut, einem Material, dass das gesamte Stadtbild prägt: Ob Mauern, Kirchen, Häuser, Türme … hier ist wirklich alles olivgrün! Grünsandstein ist ein lokal vorkommendes Sedimentgestein, eigentlich ein Kalkstein mit hohem Silikatanteil. Die grüne Farbe kommt von einem eisenhaltigen Mineral namens Glaukonit. Und es ist wirklich ziemlich grün, also olivgrün in allen Schattierungen!
Wo war ich? Ach ja: Isolation und Niedergang. Die Soester wurschtelten also so vor sich hin, 1531 wurde die Stadt und alle Kirchen – bis auf den Dom – evangelisch. Zum Glück waren hier keine Extremisten am Werk, so dass die Kunstschätze – Bilder, Altäre, Skulpturen – der Kirchen erhalten blieben. Sie wurden nur teilweise anderswo platziert oder auch mal auf den Dachboden verbannt.
Exkurs: Von Hexen und anderen Verschwörungsopfern
Bei den Hexenprozessen machte der Rat von Soest zwischen 1570 und 1616 auch fleißig mit. Hexenverfolgung war keine kirchliche oder konfessionelle „Strafe“, es waren weltliche Prozesse. Sie trafen überwiegend, aber nicht nur Frauen und die Ursachen sind, wie so oft, vielschichtig: Ernteausfälle und Hunger durch die „kleine Eiszeit“, hohe Kindersterblichkeit, Pestwellen, Kriege – all das brachte Elend über die Menschen und man sucht dann einen Schuldigen. Oft waren es die Juden, die für alles herhalten mussten, aber der Hexenhammer (1486) eines Herrn Heinrich Kramer stellte nun Frauen (und Männer) in den Fokus, die einen Pakt mit dem Teufel eingegangen seien: Hexen! Horrorgeschichten und Prozessberichte wurden zudem rasant und flächendeckend über den Druck von Pamphleten als Massenmedium verteilt. Fertig ist der Hexenwahn! Wer glaubt, solchen Irrglauben gäbe es in der aufgeklärten Gegenwart nicht, der denke nur mal an die Corona-Zeit zurück. Der „Problemlöser“ Verschwörungserzählung ist vermutlich so alt wie die Menschheit und überdauert jede Vernunft. Und kann damals wie heute natürlich auch zum persönlichen Vorteil eingesetzt werden – damals wurde man seinen nervenden Nachbarn los, die ungeliebte Ehefrau oder die reiche Schwiegermutter. Heute bereichern sich zahllose Schwurbler am Geschäft mit der Angst und verkaufen „Aluhüte“ in Form von abstrusen „Heil“mittelchen, 5G-Entstörern, aktiviertem Wasser und anderem Blödsinn. Sie bringen zwar niemanden direkt um, aber wenn z.B. Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen oder zum Heilpraktiker statt zum Kinderarzt gehen, dann ist das für mich schon mehr als bedenklich.
1609 starben die kleveschen Herzöge aus und Soest fiel an Brandenburg-Preußen. Es wurde im 30-jährigen Krieg Soest stark zerstört – man baute danach in billigerem Fachwerk anstelle der teuren Steinhäuser. Die prägen heute das Stadtbild:




Auch die Industrialisierung im Ruhrgebiet hat Soest verpasst, die Stadt verarmte, die Bausubstanz verfiel, drei Kirchen, Teile des Rathauses und neun von zehn Stadttoren, wurden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts niedergelegt. Erst die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts brachte Soest mit einem Güterbahnhof und Betrieben der Lebensmittelindustrie wieder voran.
Im 2. WK wurden zwar 60% der Stadt zerbombt, die Altstadt kam aber zum Glück fast unbeschädigt davon, so dass man sich heute an dem hübschen historischen Stadtzentrum erfreuen kann.
Das machen wir auch sehr ausgiebig am Mittwoch mit ‚unserer‘ Stadtführerin Krista Schnitzer, einer Holländerin, die seit 30 Jahren in Soest lebt. Sie ist wirklich exklusiv unsere Guide, wir sind die einzigen Gäste heute und Krista hat viel Spaß daran und führt uns zweieinhalb Stunden lang in der Stadt umher!
Erstmal an den Großen Teich, die Quelle der Stadt im doppelten Wortsinn: Vier Quellen sprudeln hier und füllen das Becken (früher war es ein Sumpf) mit Wasser in Trinkwasserqualität, das auch winters nicht zufriert.

Wir machen einen kleinen Stopp am Soestbach im Gerberviertel – heute eine Top-Wohnlage, früher sicherlich nicht, denn die Gerber betrieben ein wenig wohlriechendes Gewerbe, das Krista uns sprichwörtlich erklärt: Man zog den Tieren das Fell über die Ohren, schabte das Leder ab; Die Reste warf man ins Wasser, die gingen dann den Bach runter, was daneben fiel, tritt sich fest. Die Felle wusch man auch im Wasser des Baches und wenn man sie nicht gut festhielt, sah man seine Felle davonschwimmen. 😂😂😂
Ich hab kurz recherchiert, die Felle davonschwimmen geht wohl tatsächlich auf die Gerber zurück, der Rest nicht. Ist trotzdem witzig!

Dann geht es ans Sakrale! Soest hatte in Mittelalter und früher Neuzeit 10 Kirchen und 28 Kapellen, heute sind es noch 7 + 2 – immerhin. Und sie haben zusammen 34 aufeinander abgestimmte Glocken, das zweitgrößte Geläut Deutschlands (nach Bamberg). Haben wir leider nicht gehört, das gibt es nur an hohen Festtagen – muss großartig sein!
Wir gehen zuerst zur Kirche Maria auf der Wiese (ok – da waren wir gestern schon aber mit Führung ist es nochmal besser!), die auch die kleine Schwester des Kölner Doms genannt wird. Sie wurde fast zeitgleich erbaut und auch von den gleichen Baumeistern: Konnte man in Köln zeitweise nicht weiterbauen, zog die Dombauhütte nach Soest – man erkennt das an den Steinmetzzeichen. Und wie beim Kölner Dom war um 1520 Baustopp und die Turmhelme kamen erst um 1880 drauf.

Der Innenraum überrascht mit seinen Dimensionen: Die Wiesenkirche ist der Prototyp einer Hallenkirche – also Seitenschiffe gleich hoch wie das Mittelschiff und nicht durch Bögen abgetrennt – und zudem ist ihr Grundriss quadratisch. 3 x 3 x 3 erklärt uns Krista, das sind die Proportionen: 3 Portale, 3 Schiffe, 3 Fenster, 27 Meter breit, fast genau so lang (ohne Apsis) und hoch und die Türme das dreifache – 81 Meter.



Der erhabene räumliche Eindruck wird noch verstärkt dadurch, dass die Säulen ohne eine Unterbrechung vom Boden bis in den Scheitelpunkt des Gewölbes aufstreben – fast immer sind sonst die Säulen durch Kapitelle oder Simse unterbrochen und da setzen dann die Gewölberippen und die Bögen an.
Auch an Kunstwerken ist einiges zu bewundern, die originalen Skulpturen und Fenster im Chor und vor allem natürlich Mariendarstellungen: die Westfälische Madonna aus Stein (ursprünglich am Südportal, heute im Innenraum zu bewundern) ist eine sogenannte „schöne Madonna“, dann eine Strahlenkranzmadonna im Glasfenster und eine weitere aus Holz geschnitzt als Altarbild.



Ich schreibe es mal der Vollständigkeit hier auf: Die Seitenflügel des Tryptichons stammen von einem Kupferstecher und Maler namens Heinrich Aldegrever, Zeitgenosse Dürers (also so circa 1500-1550) und wohl „bedeutend“ 🤷♂️.
Das Highlight ist aber sicherlich das Westfälische Abendmahl am Nordportal. So sieht das aus:

Sieht erstmal ganz normal aus: Jesus Christus und die zwölf Apostel, bei Tisch. Sein Lieblingsjünger Johannes sehr dicht bei Jesus, vorne sitzt alleine Judas und hat den Beutel mit den Silberlingen schon in der Hand. Doch der Rest ist bemerkenswert: Man reicht nicht etwa Brot und Wein, sondern Schweinskopf (links) und Schinken (rechts) und trinkt dazu Bier und Schnaps (neben dem Schinken). Dazu gibt es dunkles westfälisches Brot. Die Absicht ist klar: Man verlegt die biblische Szene in die Heimat der Leute und bringt sie ihnen in ihrem gewohnten Lebenskontext nahe.
Wir hatten das bei unserem ersten Besuch der Kirche völlig übersehen – da sieht man mal wieder wie wichtig Stadtführungen sind oder zumindest sich vorab oder vor Ort etwas zu informieren.
Kirche Nummer 2 ist der romanische Patrokli-Dom, die einzige katholische Kirche von Soest, gehört heute zum Bistum Paderborn, bis 1823 zu Köln.
Gebaut wurde daran schon vor dem Jahr 1000. Um 960 bekam Erzbischof Bruno von Köln die Reliquien des Heiligen Patroklus geschenkt, hatte aber in Köln dafür keine Verwendung und brachte sie nach Soest. Dort hat man quasi eine Kirche drumherum gebaut und gleich noch ein Stift dazu gegründet.
Ein Stift ist eine Art Kloster ohne Kloster, ohne Orden und ohne Mönche 😇😂. Die Stiftsherren leben in schönen Häusern, haben Privatvermögen und sind keine geweihten Priester. Ich vermute ja dringend, es waren die nicht nachgeborenen Söhne von Adelsfamilien, die nicht zum Militär wollten. Die konnte man so loswerden, ohne dass man sie gleich zu Mönchen verdonnern musste. Sie mussten nur Theologie studieren und eine Art Aufnahmegebühr zahlen und dann waren sie für den Rest ihres Lebens versorgt, denn so ein Stift hatte reiche Pfründe, aus denen man sich bedienen konnte. Es gab aber auch Pflichten: Die Stiftsherren sollten Gottesdienste gestalten und auch mehrmals täglich zu Gebeten erscheinen. Das war natürlich mühsam, so erfand man die Vikare, die als Stellvertreter gegen einen miesen Lohn die ganzen Mühen auf sich nahmen. Ja, es gab schon damals schlechte Menschen 😱, die den Herrn im Himmel betrogen, aber einfallsreich waren sie!
Hier kann man sich im Dom umschauen und hier noch ein Bild, falls der Link irgendwann mal nicht mehr funktioniert.

Der Dom wurde im 2. WK stark zerstört und danach mit moderner Verglasung ausgestattet. Im südlichen Querarm befindet sich noch ein wiederhergestelltes altes Fenster, das eine Madonna im Strahlenkranz zeigt. Direkt ihr gegenüber findet sich ein modernes Fenster mit einem krassen Gegensatz: Die Figur der Hure Babylon, die in der Johannes-Apokalypse auf einem scharlachroten, siebenköpfigen Tier reitet, als Sinnbild für menschliche Hybris und den Untergang gotteslästerlicher Weltreiche steht. Na denn!



Neben dem Dom steht die älteste Kirche von Soest, die Petrikirche. Von oben sieht man sie ganz schön, von der Straße aus ist es mal wieder schwierig, sie ins Bild zu setzen. Man sieht vor allem den barocken Turmhelm und den gotischen Chorumbau.

Im Inneren erkennt man aber irgendwie schon, dass diese Kirche auf die karolingische Zeit zurückgeht, zumindest dass sie sehr frühromanisch ist. Sogar ein Teil der mittelalterlichen Wandmalereien ist erhalten bzw. wurde wieder freigelegt.








Nun sollte man meinen dass wir die Nase voll haben und auf ABC* verzichten. Aber weit gefehlt. Eine geht noch!
* Falls es jemand nicht weiß: ABC=another bloody cathedral, auch castle oder cataract, je nachdem
Und zwar die Kirche Maria auf der Höhe, auch Hohnekirche genannt.
Der Förderverein stellt freundlicherweise einen virtuellen Rundgang zur Verfügung, aber da man ja nie weiß, wie lange der link funzt, kommen hier noch ein paar eigene Bilder und Anmerkungen.
Die kleine romanische Kirche wurde 1180-1230 gebaut, und auch sie ist eine Hallenkirche, also 3 gleich hohe Schiffe. Die Kirche ist sogar breiter als lang, was natürlich auch ein besonderes Raumgefühl ergibt.

Aber der Hingucker ist natürlich die Bemalung. Original. Wahnsinn!


Da haben wir die byzantinisch anmutenden Malereien in den Apsiden des Haupt- und Seitenchores, den Engelsreigen in Blau und die Krönung Marias in Gold.
Aber noch beeindruckender finde ich, das die ganze Kirche bemalt ist. Das war früher in allen romanischen Kirchen so – ein farbenfroher Bilderreigen des himmlischen Jerusalems als Bibel der Armen oder, wie es unser Stadtführer in Münster trefflich ausdrückte, um mit irdischen Mitteln himmlische Stimmung zu erzeugen. In der Gotik übernahmen die Fenster die Rolle der Geschichtenerzähler, im Barock ließ es nach, aber da konnten auch schon viele Leute die Bibel lesen.



Eine Rarität ist das riesige Scheibenkreuz (Fichte, um 1230), das einzige auf dem europäischen Festland und das älteste überhaupt.

Es gibt sie in ähnlicher Form als Triumphkreuze nur noch auf der Insel Gotland. Einfache Scheibenkreuze kennt man als Flurkreuze oder Sühnekreuze in Stein gearbeitet oder auch als kunstvolle Goldschmiedearbeiten. Dieses hier ist einzigartig! Leider fehlt die Hauptperson, nämlich der triumphale Jesus (kein gotischer Schmerzensmann!). Das Ding hat so viele Einzelheiten, das kann sich wer mag im Rundgang oben anschauen. Da kann man auch die Details schön ranzoomen, das haben die wirklich gut gemacht!
Sehr schön ist auch die Taufkapelle, einer der ältesten Teile der Kirche. Man sieht auch, dass danach nochmal umgebaut wurde, denn die linke Seite ist nicht bündig mit der Wand.

So – das war Soest. Nach drei Tagen, 25.000 Schritten und 11 Kilometern Fahrrad, vielen Geocaches ( Hauptact Wherigo Der Schatz von Soest) und einer zünftigen Einkehr im Brauhaus Zwiebel am Mittwoch verlassen wir das Städtchen am Freitag früh bei windigem und regnerischem Herbstwetter. Wir besuchen am Abend Uller und Marek in Rösrath – ein sehr, sehr schönes Wiedersehen – und am Samstag Nachmittag sind wir dann wieder zu Hause. Das das Wölfchen (unsere Wärmepumpe) derweil brav aufgeheizt hat!
Zum Schluss noch eine kleine Diashow von Bildern, die in den Sermon nicht reingepasst haben 🤷♂️🙂.

























